Immer mehr überflüssiger Service der

Power-Brei Special-Edition

Die Top-News der Woche.

Wir präsentieren an dieser Stelle die aktuellen Schlagzeilen und ihre wahren Hintergründe. Wir decken auf, stellen bloß, entlarven, demaskieren, bringen gnadenlos alles ans Tageslicht - und das zum Nulltarif! Denn Qualität hat ihren Preis.

Zum Verständnis: Jede Meldung beginnt mit der Original-Tickermeldung, wie sie unser neuer Fernschreiber auf unser Recycling-Endlosklopapier gehämmert hat. Die von uns unter Einsatz unseres Lebens heldenhaft hinzurecherchierten Hintergründe folgen nach dem Trennstrich (-).

Lesen Sie selbst, welche erstaunlichen, erschreckenden oder auch absurden Wahrheiten sich hinter den banalen Nachrichten verbergen. Staunen Sie über das, was wirklich in der Welt vor sich geht. Mit unserem Insiderwissen werden Sie immer und überall den entscheidenden Tick Vorsprung haben.



Die Woche vom 27.07.1998 bis zum 02.08.1998 wird mit folgenden Meldungen in die Geschichte eingehen:
 

Donnerstag, den 30.07.1998

PARIS: Die französische Justiz und Polizei haben die Doping-Ermittlungen bei der Tour de France ausgedehnt. - Nun sollen auch die Zuschauer, die bekanntermaßen stundenlang ohne erkennbare Ermüdungserscheinungen am Streckenrand auf die Radprofis warten, einem Bluttest unterzogen werden. Sie seien schon immer sehr suspekt gewesen, teilte ein Beamter des französischen Innenministeriums mit. Eine entsprechende Aktion sei bereits angelaufen, da gemunkelt würde, der ganze Tourtroß würde sich bei der heutigen Etappe in die Schweiz absetzen.

HANNOVER: Im ersten Halbjahr 1998 ist es nach Informationen der 'Hannoverschen Allgemeinen Zeitung' zu einem für alle Experten überraschenden Einbruch bei den Beitragseinahmen der Rentenversicherung gekommen. - Eine Putzfrau der Rentenanstalt hat inzwischen gestanden, ein Fenster in Parterre offengelassen zu haben.

WIEN: Die Rettungsarbeiten für die zehn im österreichischen Lassing verschütteten Bergmänner laufen auf Hochtouren weiter. Die Rettungsbohrungen mit weiteren Spezialgeräten aus Deutschland haben inzwischen rund die halbe Strecke zu den in rund 130 Meter Tiefe Verschütteten zurückgelegt. - Aber immer wieder müsse man das Gebiet großräumig evakuieren, da das Gelände sehr felsig sei und die deshalb heftigen Bohrsprengungen die in dem Krater angesammelten Schlammassen über weite Teile der umliegenden Häuser versprenkele. Man sei sich aber sicher, daß die Eingeschlossenen durch die Detonationen motiviert würden, noch eine Weile am Leben zu bleiben.

BERLIN: In mehreren Veranstaltungen wird an diesem Donnerstag des 100. Todestages des ehemaligen deutschen Reichskanzlers Otto Fürst von Bismarck gedacht. - Bismarck sei genau vor 1.200 Monaten gestorben, was angesichts dieser Schnapszahl ein doppeltes Jubiläum darstelle. Zur Feier des Tages wird Bismarck heute posthum das Bundesverdienstkreuz am langen Bande der Bundesrepublik Deutschland aus der Hand von Bundespräsident Roman Herzog verliehen.

MOSKAU: Nach einem Pipeline-Bruch sind im fernen Osten Rußlands rund 500 Tonnen Öl in ein ausgetrocknetes Flußbett geflossen. - Dies sei zwar eine sehr kostspielige, aber gerade passende Bewässerungsmethode für die verdörrte Region. Umweltschützer schlugen hingegen Alarm. Sollten sich in nächster Zeit Regenfälle ereignen, würden diese nur so durch das Flußbett flutschen und nicht vom Boden aufgenommen werden können, was sehr schade sei.
 

Mittwoch, den 29.07.1998

BRÜSSEL: Die Europäische Kommission hat den Zusammenschluß aller deutschen Kohleproduzenten zur "Deutschen Steinkohle AG" genehmigt. - Der größte deutsche Kohleproduzent, die Rheinbraun AG, hat daraufhin seinen Namen in "Rheinstein Braunkohle AG" geändert.

MADRID: Wegen ihrer Verstrickung in Geheimoperationen gegen die baskische Separatistengruppe ETA sind der frühere spanische Innenminister Jose Barrionuevo und sein damaliger Staatssekretär zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt worden. - Ihnen wird vorgeworfen, bei einem Wohltätigkeits-Golfturnier demonstrativ eine Baskenmütze getragen zu haben.

COLOMBO: Indien und Pakistan wollen ihren Dialog wiederaufnehmen, um nach Jahrzehnten der Spannungen zu einem gutnachbarschaftlichen Verhältnis zu finden. - Als Zeichen der Freundschaft richteten beide Staaten ihre Atomraketen auf das jeweils andere Land und feuerten elf Salutschüsse ab.

PODGORICA: Ungeachtet der Sanktionen gegen Jugoslawien wird Deutschland der Teilrepublik Montenegro Wirtschaftshilfe gewähren. - Das Geld sei im Haushaltsplan veranschlagt und müsse weg, so Finanzminister Waigel. Außerdem steigere man dadurch ja die Kaufkraft, was die deutschen Rüstungsexporte ankurbele.

PEKING: Das Hochwasser am Jangtse-Fluß nimmt immer verheerendere Ausmaße an. - Günstigerweise werde dadurch der Bau des geplanten Super-Staudamms erleichtert, da die Abtragung und Endsiedlung des Staugebietes sich nun erübrigt habe. Auch bräuchten nun keine Entschädigungen mehr an die Bevölkerung gezahlt werden. Dies sei nun Aufgabe der Versicherungen, die gegen Hochwasser aber nicht versichern, so ein Regierungssprecher.
 

Dienstag, den 28.07.1998

COLOMBO: Rund drei Monate nach den umstrittenen indischen Atomtests deutet sich eine mögliche Entspannung zwischen Indien und Pakistan an. - Bei zwei bisher vertuschten Zwischenfällen explodierten jeweils eine Atombombe bei vor einem Testversuch in einer Fabrikationshalle, wodurch das gesamte waffenfähige, spaltbare Material verlorenging. Die Bevölkerung war zu keiner Zeit in Gefahr, heißt es.

MÜNCHEN: Einen Tag nach der Ankündigung eines harten Vorgehens im Kampf gegen Verbrecher durch die SPD hat die CDU/CSU nachgelegt. - Sie erstattete Selbstanzeige.

PHNOM PENH: Die Europäische Kommission hat den Ausgang der Parlamentswahlen in Kambodscha als glaubwürdig und akzeptabel bezeichnet. - Die noch lebenden Kandidaten könnten jetzt eine Regierungsbildung einleiten.

JAKARTA: 22 Jahre nach der Annexion Ost-Timors hat Indonesien die ersten 400 von schätzungsweise 12.000 Soldaten seiner dort stationierten Truppen abgezogen. - Sie werden benötigt, um eine Invasion Australiens vorzubereiten.
 
PARIS: Michael Schumacher bleibt Sieger des Formel-1-Rennens von Silverstone. - Selbst die eingehende Untersuchung einer kleinen Schuppenflechte an Schumachers linken Daumen konnte letztlich nicht als Regelwidrigkeit, Doping oder Bevorteilung gewertet werden. Ihm wurde aber auferlegt, die Schuppenflechte umgehend abzuheilen.
 

Montag, den 27.07.1998

PHNOM PENH: Nach den Parlamentswahlen in Kambodscha hat die Wahlkommission die Bekanntgabe erster Ergebnisse überraschend auf Dienstag verschoben. - Offenkundig müssen mehr Wahlscheine gefälscht werden, als vorher angenommen.

WIEN: Dem neun Tage nach dem Grubenunglück geretteten österreichischen Bergmann Hainzl geht es nach Angaben der Ärzte ausgezeichnet. - Dazu hat er auch allen Grund: RTL will einen Spielfilm drehen, der Bertelsmann-Verlag hat sich die Exklusivrechte an der Story gesichert und die BILD-Zeitung enthüllt in ihrer morgigen Ausgabe sensationell, daß David Kopperfield seine Finger im Spiel hatte.

MANILA: US-Außenministerin Madeleine Albright hat die politische Situation in Birma als eine Gefahr für die Stabilität in Südostasien bezeichnet. In dem von einer Militärjunta regierten Land werde eine politische Explosion immer wahrscheinlicher. - Dies sei auch eine Warnung an Helmut Kohl, der ebenfalls zunehmend zu platzen drohe.

MOSKAU: Die Duma-Kommission, die eine mögliche Amtsenthebung des russischen Präsidenten Boris Jelzin prüfen soll, ist zu ihrer ersten Sitzung zusammengekommen. Es soll geklärt werden, ob Jelzin sich bei der Auflösung des Sowjetunion im Dezember 1991 des Staatsverrats schuldig gemacht hat. - Nun will auch die Deutsche Vaterlandspartei überprüfen lassen, ob die Niederlegung der Krone und somit das Erlöschen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen von Kaiser Franz II. 1806 Staatsverrat war und die folgenden staatsrechtlichen Regelungen nichtig sind.

BELGRAD: Serbische Einheiten haben bei ihrer Großoffensive gegen albanische Separatisten im Kosovo nach eigenen Angaben militärische Erfolge erzielt. - Der mongolesische UN-Beobachter Blindus Tunix sprach hingegen von angeregten, kontroversen Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Staaten und setzt weiter auf Verhandlungen.

BONN: Die von Deutschland geleistete Entwicklungshilfe sichert nach Angaben von Entwicklungshilfeminister Carl-Dieter Spranger in der Bundesrepublik etwa 100.000 Arbeitsplätze. Mit jährlich 11 Milliarden Mark sei Deutschland das viertgrößte Geberland, sagteSpranger der "Leipziger Volkszeitung". - Die Opposition hingegen kritisierte die Koalitionspolitik. Mit 11 Milliarden DM jährlich könnten ebenfalls 100.000 Arbeitsplätze geschaffen werden, aber die notleidende Bevölkerung in den armen Ländern könnte zusätzlich bei einem hohen Lebensstandard in Deutschland Asyl erhalten anstatt in den ärmlichen Verhältnissen vor Ort zu bleiben. Bei diesem Modell entfielen auch die nicht unerheblichen Transportkosten für die Hilfeleistungen.